Geschichten,  Uta Herrmann

Auf der Suche nach…

Gesamtwerk von: Auf der Suche nach…

Ja, nach was suche ich eigentlich schon mein Leben lang? Ich kann es in einzelne Kategorien aufteilen, jedem ein Kapitel zuweisen und doch gehört alles zusammen. Man kann es nicht linear betrachten. Alles ist bereits da, so, als ob meine Geschichte schon längst geschrieben sei, obwohl manche Dinge in meinem Leben noch gar nicht geschehen sind.

Doch jemand in mir weiß Bescheid, dass das, was noch für mich bestimmt ist, kommen wird. Wann? Das wird sich zeigen. Das liegt am Leben selbst und an mir, wann ich dir Türe zu dem öffne, was da schon so lange auf mich wartet. Ich stelle mir eine große Türe vor, die sich mit jeder Erkenntnis einen Spalt weit öffnet und Licht zum Vorschein kommt. Mit jeder neuen Erkenntnis vollendet sich meine Schatzkarte- es können auch Puzzleteile sein, die sich zu einem Gesamtbild zusammen setzen. Welches Puzzleteil noch fehlt, ist eigentlich egal, weil es letztendlich darum geht, es zu vollenden. Und wenn dieses eine Gesamtbild dann vollendet wurde, wird ein neues Bild geboren werden- das wird dann mein nächstes Leben werden…

Ich bin daher glücklich, dass ich noch ein bisschen an meinem „großen Bild“ arbeiten darf. Ich nenne es heute mal die Schatzkarte meines Lebens. Ich stelle sie mir in einzelnen Regionen vor:

Berge, Wasserlandschaften, Spieglungen auf dem See, Steinlandschaften, Luft, Höhle, Häuser, Goldschätze.

Die Berge repräsentieren die Dinge, die ich in meinem Leben mit viel Mühe aufgebaut habe oder auch Hindernisse, die ich bewältigen konnte- ich hatte den Berg erklimmen können, hatte eine gute Aussicht von oben und stieg dann wieder ab, um meine gewonnene Sicht mit anderen teilen zu können.

Wasserlandschaften stehen bei mir für meine Gefühle, manchmal plätschern sie an der Oberfläche, manchmal geht es ganz tief nach unten- in die Unterseewelt.

Spiegelungen auf dem Wasser dienten mir, mich darin anzuschauen, mich ein Stück darin wiederzufinden. War das Wasser still, konnte ich mich darin erkennen. Formten sich Wellen auf dem Wasser oder stürmte sogar das Meer, konnte ich mich nicht mehr darin erkennen, ja es war unmöglich, ein Bild von mir zu erhaschen. Ich musste erst wieder in die Stille gehen, um der tobenden Wut in mir einen Ausgang zu gewähren. Wenn sich das Meer auftürmt, dann weiß ich mit Gewissheit, dass dieser Zustand nicht ewig dauert, genauso wie Ebbe und Flut. Beides ergänzt sich im Einklang. Beides hat eine gleichberechtigte Daseinserlaubnis und bringt erst durch seine Gegensätzlichkeit Spannung ins Leben.

Ich stelle mir vor, wie es wäre, wenn ich nur noch glücklich wäre, könnte ich diesen Moment dann noch so schätzen? Oder würde es mir nicht ein wenig langweilig werden? Ich glaube, dass es wichtig ist, alle Elemente des Lebens erleben zu können, denn sie geben in ihrer Gesamtheit ein homogenes Bild ab. Sich zu wünschen, ewig glücklich zu sein ist zwar menschlich, doch wohl unmöglich.

Das gibt es dann nur noch in einer anderen Welt, da, wo meine Seele geboren wurde. Mein wahres Zuhause, in das ich allerdings noch gar nicht zurück kehren möchte, weil ich mir des Geschenkes sehr bewusst bin, was ich nur als Mensch erleben kann. Ich sehe es als eine Art „Spiel“ an und wenn ich dieses mit mehr Leichtigkeit spielen kann, macht es auch viel mehr Spaß und Freude. Im letzten Moment meines gelebten Lebens werde ich in einem letzten Atemzug dankbar zurückblicken können. Mit Sicherheit werde ich ein Lächeln der Welt hinterlassen und meine Tochter und meine Lieblingsmenschen werden eine Träne des Glücks weinen können, weil sie wissen, dass ich gerne gelebt habe und das Leben ausgekostet habe, trotz vieler Widrigkeiten. Ich kann heute schon auf ein wundervolles und spannendes Leben voller wundersamer und heilvoller Geschichten zurückblicken, die ich euch nach und nach erzählen werden, wenn ihr mögt.

Felsen und Steine repräsentieren alle Herausforderungen in diesem Leben, die es gilt, in Liebe anzunehmen, denn letztendlich haben sie mich immer ein Stück mehr zu mir selbst gebracht. Jeder Fels und jeder Stein hat mich in meinem Sein geprägt und mir wahre Erkenntnisse über mich selbst liefern können.

Wie stellt man Luft in einer Schatzkarte bildlich dar? Klar, Wesen mit Flügeln… seien es Engelwesen, Vögel oder göttliche Augen?

Die Höhle ist für mich ein Rückzugsort und auch ein Sinnbild für die Schattenwelt. Von solchen Geschichten gibt es auch einiges zu erzählen.

Häuser stehen für bestimmte Orte des Glücks und stellvertretend für den eigenen Körper.

Es gibt nicht nur einen Goldschatz auf meiner Schatzkarte zu verzeichnen, du wirst sie verteilt auf der ganzen Karte vorfinden. Die Schätze repräsentieren meine Talente, Begabungen und Erfahrungen, die ich als Werkzeuge benutzen durfte. Sie sind hilfreiche Tools, um mein und andere Leben mit viel Farbe ausmalen zu können. Eines der schönsten Tools sind meine künstlerischen Begabungen, die ich in den letzten 15 Jahren mit viel Freude anwende. Das Malen ist für mich eine Ausdrucksform der Seele geworden, genauso wie das Schreiben, was mir hilft, mich in allem ehrlich reflektieren zu können.

Gold, Silber und Edelsteine bilden meinen großen Lebensschatz. Manch Edelstein dürfte mal wieder poliert werden, damit seine Strahlkraft wieder zum Ausdruck kommen kann. Manchmal darf ich mich darauf besinnen, wenn es mal wieder emotional ein wenig hoch und runter geht, dass ich meinen Lieblingsedelstein in meine Hände nehme und ihn mit meinem Herzen bestrahle. Die lichtvolle Energie meines Herzens kann allen Schmutz und Verkrustungen aus Verletzungen von diesem Edelstein aufbrechen.

Jede Schicht, die sich im Laufe meines Lebens um diesen Stein gelegt hat, platzt auf und bringt wieder seine Schönheit zu Tage. Vielleicht ist mein innerer Stein ein Rubin, vielleicht aber auch ein Diamant, der mit seiner weißen Farbe noch ein paar Einschlüsse aufzeigt- er ist noch nicht lupenrein, doch ich arbeite daran. Die letzten kleinen Einschlüsse können mit Vergebung aufgelöst werden.

Es war von je her mein Anliegen, Frieden in die Welt nach draußen zu bringen  und wusste insgeheim, dass das nur von innen heraus geschehen kann. Ich kann im Außen keinen Frieden stiften, wenn es IN MIR noch tobt. Mein See muss still in mir ruhen, der Schnee auf meinen Bergen glitzert in 1000 verschiedenen Farben und die Felsformationen werfen ein Bild von Licht und Schatten ins Tal hinab. Im Tal blühen Blumen, die ihren Duft weit versprühen und Bienen, Schmetterlinge und Vögel anziehen und für Wachstum sorgen. Die Bäume vereinen sich unter der Erde mit ihrem Wurzelwerk und sorgen für reine Luft und für Nahrung der Tierwelt und des kleinen Volkes und natürlich auch für uns Menschen. Erst wenn diese innere Welt in mir bewusst entstanden ist, kann ich Frieden im Außen erschaffen.

Und nun kann meine Reise zu den einzelnen Schatzkartenlandschaften beginnen. Mich begleitet eine angenehme, friedliche Meditationsmusik, mit leisen plätschernden Tönen, die meinen Wasserhaushalt von innen her bewegen, umgeben von leichten, klaren Klavierresonanzen, die von

sphärischen Frequenzen untermalt werden- während dessen ich nun die Schatztruhe öffne und dankbar ein Auge auf so viele schöne und traurige Ereignisse werfen kann, die in ihrer Gesamtheit beeindruckend und noch vielversprechend für meine Zukunft sind…

Auf der Suche nach Liebe, Teil 2

Wir kommen alle auf die Welt und brauchen die Liebe unserer Eltern, um uns gut entwickeln zu können.

Alleine, wenn ich mir das Wort: ENT-wicklung anschaue, bekomme ich schon eine leise Ahnung davon, dass ich zwar als Seele „fertig“ auf die Welt gekommen bin, jedoch im Laufe meines Lebens dafür sorgen muss, all das wieder los zu werden, was mich einst umwickelte. (Prägungen, Glaubensmuster, etc.)

Eigentlich kommen wir perfekt und rein auf die Welt, direkt aus Gottes Werkstatt sozusagen. Nur leider vergessen wir unsere Reinheit und unser Wissen aus vergangenen Leben und werden in so Vielerlei „verwickelt“, was nicht wirklich etwas mit uns zu tun hat, sondern lediglich eine Projektion von und aus unserem Umfeld ist. Das ist jetzt spannend ausgedrückt, oder? Was meine ich damit?

Dass man uns sagt, wer wir sind oder wer wir sein sollen, damit wir uns in dieser Welt zurecht finden können. Doch kann jemand außerhalb von mir selbst wissen, WER ich wirklich bin und was gut für mich ist? Jeder ist doch einzigartig und mit niemandem vergleichbar.

Wir kommen mit allem auf die Welt, was wir benötigen, um ein spannendes, aufschlussreiches und lebenswertes Leben aktivieren zu können. Wir sind mit einem Plan auf die Welt gekommen, einer inneren Schatzkarte vielleicht, die uns den Weg ebnen soll. Doch keiner hat uns beigebracht, wie sie zu lesen ist. Angelegt sind unsere Talente und Begabungen und ein gewisser roter Faden wird uns bei all dem begleiten.

Die Liebe ist aus meiner Sicht die wichtigste Wegbegleiterin überhaupt. Wenn die Liebe in jedem einzelnen Menschen gefühlt werden kann, ist sie in der Lage, sich zu vermehren. Sie kann dann an andere weiter gegeben werden und es darf eine wundervolle Gemeinschaft von Menschen entstehen, die aus der Liebe heraus agieren und wirken können.

Doch leider ist es oft der Fall, dass unsere Eltern diese Liebe auch nicht automatisch erfahren durften- ein Urvertrauen sich nur selten aufbauen konnte. Auch sie mussten bestimmte Bedingungen erfüllen, um Liebe erfahren zu dürfen.

Ich glaube, hieraus entstand eine Leistungsgesellschaft. Sie mussten auch um eine Art Daseinsberechtigung kämpfen und sahen sich nie als genug geliebt an. Vielleicht wurden sie anders geliebt, als sie es sich wünschten.

Die schwierigste Aufgabe ist wohl, eine Liebe aus sich heraus entdecken zu können, wenn man aus eigener Sicht nicht genug geliebt wurde. Mir wurde einmal gesagt, dass man Liebe nur weiter geben kann, wenn man sie selbst erfahren konnte. Doch Liebe verkleidet sich in vielen Facetten und wird oft erst später wahrgenommen, wenn man mit einem anderen Blickwinkel nach ihr sucht.

Ist ja klar, dass ich zu den Menschen gehört habe, die Liebe erfahren durften, wenn auch manchmal auf andere Art und Weise, wie ich es mir gewünscht hätte. Hier setzte sich jetzt mein Lebensplan in Bewegung. Ich glaubte, dass die Umstände eben so waren, dass ich mir vieles erkämpfen musste, um zu meinem wahren Glück zu gelangen. Ursache und Wirkung durfte erlernt und ein paar Jährchen umgesetzt werden, um letztendlich doch wieder an Gültigkeit zu verlieren. Alles wieder auf Anfang, alles wieder von vorne und anders.

DIE LIEBE ist dazu fähig, NEUES Leben und Umstände zu erschaffen. Schaue ich in einen Spiegel mit Liebe, zeigt er dieses Bild zurück.

Ich hatte also die Gelegenheit bekommen, die Liebe in mir zu entdecken. Das war ein langer Weg, das kann ich schon mal vorweg nehmen. Da mussten viele „Schauspieler“ in mein Leben treten, die mir einen Spiegel vorzeigten.

Wenn ich in meiner Jugendzeit verlassen wurde, schmerzte es mich nicht nur ungemein, sondern zeigt mir „eigentlich“ auf, wo ICH MICH SELBST verlassen hatte oder wo ich mich selbst verleugnet hatte. Was tat ich nicht alles, um geliebt zu werden und sah nicht, wie sehr ich „eigentlich“ vom Leben geliebt wurde, dass sich Wege trennten- was ich allerdings damals so noch nicht sehen konnte.

Stell dir doch mal vor, wir würden ewig und 3 Tage mit einem einzigen Menschen zusammen leben oder in einer einzigen Firma arbeiten. Nicht, das wir uns das nicht wünschen würden, weil es so bequem ist, weil wir alles in und auswendig kennen würden, hätten stets Kontrolle über alles, weil wir wissen, wie der andere „tickt“. Doch es steckt ein Sinn dahinter, dass es anders kommen muss.

Ja, so wäre die Evolution auch nicht weiter gekommen, wenn sie sich mal bequem auf die Couch gesetzt hätte und gedacht hätte, ist doch alles gut so, wie es ist… das wäre doch voll langweilig, oder?

Nein, unser Schöpfer hat dafür gesorgt, dass wir alle sehr unterschiedlich sind und voneinander lernen können, um dann gemeinsam Großes erschaffen zu können- jeder bringt sich mit seinem Sein so ein, dass es passt. Und wenn es nicht passt, dann wird es eben mit anderen Menschen oder Lebenssituationen passend gemacht.

Meine Suche nach dem passenden Gegenstück verlief etwas holprig. Es bildete sich über die Jahre hinweg energetisch eine Schutzschicht um mich herum, die mich vor erneuten Unglücksfällen schützen sollte. Natürlich geschah das ganz unbewusst.

Irgendwann kam die Zeit, wo diese Schicht von Schmerz und Trauer weichen sollte, um der Liebe wieder eine reelle Chance zu bieten, durch mein Leben wirken zu können, damit mein inneres Licht wieder zum Leuchten kam und sichtbar wurde. Noch immer erkannte ich nicht den richtigen Weg und verlängerte damit meinen Heilungsprozess.

Ich glaube, ich habe im Laufe der Jahre durch dieses „Federnlassen“ meine wahre Natur erkennen dürfen. Ich fühlte mich nackt durch den Verlust der Federn. Der Ursprung von den gescheiterten Liebesbeziehungen, war wohl die Suche nach meinem Vater in jedem Mann. Oder dem glatten Gegenteil meines Vaters. Mein Vater trägt da keine Schuld, denn er musste beruflich unterwegs sein und konnte mir seine Liebe nicht oft in der Form zeigen, wie ich es mir gewünscht hätte. Die „kleine Uta“ hätte gerne einen Papa gehabt, der sie wie eine Prinzessin behandelt und ihr jeden Wunsch von den Augen abliest- ein Wunschtraum eben.

Die armen Männer konnten das natürlich gar nicht wuppen, denn das war nicht ihre Aufgabe, meinen Vater zu „ersetzen“. Es war meine Aufgabe, mich mit dem „Vaterthema“ auseinander zu setzen und einen Mann in mein Leben zu ziehen, mit dem ich schöne Momente erleben  und mit dem ich lernen konnte, wie die Liebe wirklich funktioniert.

Es stellte sich mir die tiefe Frage, ob ich die Männer wirklich bedingungslos geliebt hatte, oder ob ich mir nicht selbst etwas vorgemacht hatte? War es doch immer das Gleiche- ich gebe dir Gutes und du gibst mir Gutes… ein Tauschgeschäft, was wenig mit bedingungsloser Liebe zu tun hat- es schwangen unbewusst immer Bedingungen mit ein.

Ich glaube, dass das Bild nach außen hin so geprägt wurde, dass man heiratet und Kinder bekommt und man dies und das tun muss, damit ein Familienleben funktioniert. Niemand hat es in Frage gestellt, ob das auch wirklich funktionsfähig und lebenstauglich ist. Wahre Liebe ist FREI und freut sich darüber, wenn man sie gemeinsam genießen kann.

Diese Art der Liebe, die mit Bedingungen gespickt ist, hat sich über das ganze Land ausgebreitet und scheint jetzt auf den Prüfstand gestellt zu werden. Die kosmischen Energien sorgen jetzt dafür, dass sich jeder Mensch mit seinen Themen auseinander setzt und sich selbst mit seiner innewohnenden Größe entdecken kann.

Da kann es dann schon leicht sein, dass sich Menschen voneinander trennen, die nicht mehr zusammen gehören, um Platz zu machen, für die wahre Seelenliebe. Und die hat bekanntlich auch nichts mit körperlicher Liebe zu tun. Wer sich wirklich von Herzen liebt, wird zusammen bleiben- so hoffe ich es doch…

Ich durfte nach einer langen Zeit endlich erkennen, dass ich die LIEBE nur IN MIR finden kann. Sie war immer bereit, von mir gefunden zu werden. Sie war und ist meine stetige Begleiterin, wenn ich ihr erlaube, durch mich wirken zu dürfen.

Ich durfte in den letzten Jahren erkennen, wozu Liebe fähig ist, welche Türen sich wieder öffnen durften, die einst verschlossen schienen. Liebe ist wie ein Grundnahrungsmittel, das wir brauchen, um glücklich sein zu können. Durch meinen Beruf durfte ich feststellen, dass ich die Menschen liebe, vor allen Dingen, die etwas schwieriger sind. Mich mit meinem Herzen auf sie einzulassen war mein großes Glück, sie mit meiner spirituellen Sichtweise ein Stück auf ihrem Weg begleiten zu dürfen, eine große Herausforderung für mich selbst.

Einen Menschen zu lieben heißt für mich, ihn so zu lassen, wie er/sie ist. Ihn oder sie nicht verändern zu wollen, damit er besser in mein Bild passt. Auch alte Menschen mit ihrer Sicht über das Leben so zu lassen, bot mir selbst Gelegenheit, loszulassen. Menschen treffen ihre eigenen Entscheidungen und müssen auch für die Folgen aufkommen. Ich kann mit gutem Beispiel vorangehen und jedem einen Weg zeigen, wie man mit seinem Herzen Lebenssituationen verändern kann, jedoch entscheidet letztendlich jeder für sich selbst und das ist auch gut so. Liebe bedeutet, freundlich zu sich selbst und seinem Umfeld zu sein. Ein geschenktes Lächeln für Fremde aufzubringen erzeugt in mir selbst Freude und lässt mein Herz ein wenig höher schlagen, wenn sie zurück lächeln. Ich habe jemandem mit meinem Lächeln gezeigt, dass ich ihn/sie gesehen habe, wahrgenommen habe. Auch das ist eine Art von Liebe.

Mein Ziel ist, so viel wie möglich an Liebe zu verschenken. Ich weiß, dass sie sich verdoppelt, wenn man sie freizügig verschenkt, ohne etwas dafür zurück zu erwarten.

Ich habe zu einer Liebe gefunden, die frei lässt und kein Besitz darstellt, sie darf frei fließen und jeden so lassen, wie er/sie ist. Auch ich lerne sie stets neu kennen und erkenne den Moment als Geschenk an, wenn ich sie in mir fühlen kann. Sie hat so viele verschiedene Gesichter, in die ich alle hineinschauen mag, weil sie so viele verschiedene Gefühle auslösen… Ich bin jetzt in der Lage, die romantische Liebe von der Seelenliebe unterscheiden zu können- beide haben ihre Daseinsberechtigung und beide durfte ich gleichberechtigt in mein Leben integrieren.

Die Liebe hat noch ein paar Schwestern und Brüder, die es mir ermöglicht haben, mich bewusst mit ihnen auseinander zu setzen, um eine tiefe Heilung erfahren zu dürfen …

Allerdings ist das eine andere Geschichte, die ich euch in der nächsten Folge erzählen werde:

Auf der Suche nach Heilung, Folge 3

Heilung, was ist das eigentlich? Ich spreche hier von innerer Heilung, damit ich mir ein friedliches und harmonisches Leben gestalten kann.

Heilung geschieht aus meiner Sicht dann, wenn ich mir über etwas BEWUSST werde, also erkennen kann. Jede Erkenntnis trägt zu einer inneren Heilung bei, wenn sich etwas Negatives in Positives wandeln konnte. Wenn Dinge, die wir vorher ganz anders wahrgenommen haben, eine neue Qualität bekommen können- wenn sich Unwahrheiten in Wahrheiten verwandeln. Der Rest geschieht dann ganz von alleine. Manchmal ist es jedoch auch wichtig, diese Prozesse zu wiederholen, damit sie sich manifestieren können. Alles braucht seine Zeit.

Oftmals betrachten wir Dinge und Geschehnisse als Kind oder junger Mensch anders, weil wir noch zu wenig Erfahrungen sammeln konnten und wir unseren Eltern oder Erziehungsberechtigten vertrauten, dass sie es gut mit uns meinen.

Jeder Mensch kann auf seine eigene Geschichte zurückblicken und trägt viele „schwere“ Momente und vielleicht sogar Traumata in sich. Ich stelle sie mir in Form von eingeschlossenen Energieblasen vor, wie Seifenblasen, die sich von alleine niemals auflösen werden. Gott sei Dank habe ich auch Hilfe von anderen „Medien“ bekommen, die mir dabei halfen, die alten Muster anzuschauen und durch neue zu ersetzen, um wahre Transformation einzuleiten.

Es waren damals eher die geistigen Wunden, die mich dazu veranlassten, nach Heilung zu suchen. Und ich hatte das Glück, einer Frau zu begegnen, die mir von einem „Energiearbeit“ Seminar berichtete. Sofort war ich Feuer und Flamme und besuchte diese so lange, bis ich sie mit einer eigenen Methode veredeln konnte, um Selbstheilungskräfte aktivieren zu können. Ich besuchte viele Gesundheitsmessen, kaufte esoterische Werkzeuge, die mir dabei halfen, Bewusstsein zu erlangen.

Ich sehe sie heute wie Brückenbauer zu unserem Unterbewusstsein an. Es ist wie eine Glaskugel aus einem Fantasie-Film, die uns zeigen kann, wo der Weg für uns hingehen kann, oder was uns helfen wird, wieder geistig gesund zu werden, ins Gleichgewicht zurück kehren zu können.

Nun habe ich diese „Glaskugel“ IN MIR, auf dieses innere Wissen kann ich zugreifen, wenn ich mich bewusst mit anderen Energieformen verbinde- ich kann sie dann spüren und setze sie oft in Gemälde um. Das Wissen fließt dann intuitiv in ein Bild mit ein und gibt offensichtliche Botschaften an den Betrachter weiter.

So kam ich zum Malen von Seelenbildern, als ich für mich diese Gabe erkennen durfte. Ist ja klar, dass ich viele eigene Bilder entstehen ließ, um mir über meine eigene innere Größe und Verbindung zum Universum bewusst zu werden.

Die Vergangenheit wurde durch bestimmte Techniken umgewandelt und ich bin heute sehr dankbar für alles, was in meinem Leben geschehen ist. Auch meine jetzige Situation wird seine Bewandtnis haben und wird mir irgendwann aufzeigen, wozu sie gut war und ist. Hier darf ich Vertrauen walten lassen.

Es findet wahre Entwicklung und Transformation in mir statt, wo der tägliche Frieden immer mehr zu spüren ist und wo sich meine Lebensfreude auf andere Wesen immer mehr ausdehnen darf.

Ich danke auch dem Virus „C“, dass er unser aller Leben auf den Kopf gestellt hat, um ein neues Bewusstsein einzuläuten. Auch ich durfte mich auf das Wesentliche konzentrieren, weil alles andere „weggefallen“ ist… was ich sonst so sehr schätzte, ist jetzt weg und hat eine Einfachheit in mir ausgelöst, die ich mir so hätte nie vorstellen können. Einfach SEIN… EINFACH sein…

Weniger planen, weniger tun… die Natur genießen, sich oft in ihr aufzuhalten… und mit Menschen herzlichen Kontakt zu pflegen… mit Gleichgesinnten Herzensprojekte zu realisieren … das alles kann und darf geschehen, wenn innere Heilung vollzogen wurde, wenn es nichts mehr gibt, was es zu vergeben gilt- weil alles sein durfte, wie es war, weil mein Herz in jeder Situation ein Mitspracherecht hat…. und das Ego immer mehr die Klappe halten darf…

DANN, ja dann ist wahre innere Heilung entstanden. Wahrscheinlich gibt es bis zur letzten Lebensstunde Gelegenheit, dies immer wieder umzusetzen.

Bis dahin ist der Weg nicht mehr weit… das Licht sehe ich schon vor mir… mit jedem Schritt dorthin rückt das Paradies immer näher. Es ist bereits da, wir müssen nur noch lernen, es zu sehen und zu fühlen.

Ich weiß tief in meinem Herzen, dass es existiert und ich schlabbere schon mal ein bisschen an den Kostbarkeiten, was es mit sich bringt…

Auf der Suche nach mit meiner Lebenszahl 33, Folge 4

Numerologie ist eine alte Wissenschaft mit Zahlen. In ihr findet man Aufschluss über die Schwingungsenergie einer bestimmten Zahl. Je nach Zahlenwert findet man zu seinem wahren Kern, zu seinem Naturell.

Bei mir ergibt die Errechnung meiner Lebenszahl die „Meisterzahl“ 33 – alle doppelten Zahlen sind Meisterzahlen: 11/22/33/44

Geburtsdatum: 09.02.1966 (9+2+1+9+6+6=33)

Im Internet fand ich dazu eine schöne Kurzbeschreibung: Da lädt mich das Universum zu ein, meinen Geist zu öffnen und mich der Spiritualität hinzugeben.

Na da habe ich ja noch mal Glück gehabt, dass sich mein Leben doch noch mal so wandeln durfte, dass ich da ganz von alleine hingekommen bin… oder gab es da doch eine gewisse Hilfestellung von meinem geistigen Team da „oben“? Ich hätte es ja selbst nicht gedacht, dass nach so viel „Unangenehmen Gefühlen“ auch Glück und Segen dazu kommen können.

Viele Menschen möchten ein ganz normales Leben führen und entscheiden sich erst in späteren Jahren dazu, ein wenig „hinter die Kulissen“ schauen zu wollen. Oder sie leiden an psychischen oder körperlichen Problemchen, die sie dann auf die Suche schicken, um ihre Lebenssituation maßgeblich verbessern zu können.

Ich gehörte zu den Menschen, die wissen wollten, warum das eine oder andere geschehen musste und wollte, dass es mir wieder gut geht.

Ich fand Antworten, in dem ich in die Spiritualität eintauchen durfte und eine andere Sichtweise auf das allgemeine Leben bekam.

Ich durfte mit der Zeit lernen, mein „Drama“ umzuwandeln in eine Art Leichtigkeit des Seins? Für und mit den Menschen zu wirken, anstatt sie als Konkurrenz zu betrachten. Immer weniger hatte ich Neid, Missgunst und Streit in mein Leben gezogen, weil sich in mir eine neue Lebenseinstellung ausbreiten durfte. Mein Blickwinkel auf die Dinge des Lebens änderten sich maßgeblich.

Ich habe in den letzten Jahren meine innere Macht in mir gefunden, das innewohnende Licht spüren können, um Verantwortung für mein Leben zu übernehmen, habe es in die richtige Richtung lenken können und darf nun anfangen, andere auch in ihrem Findungsprozess zu unterstützen, damit sie in ihre Eigenermächtigung kommen.

Eigenermächtigung heißt für mich, dass man keinem anderen mehr die Schuld in die Schuhe schiebt, sondern selbst schaut, wie man sein Leben „wuppen“ kann. (Papa und Mama sind dran schuld, dass ich so geworden bin… der und der ist schuld, dass ich jetzt so reagiere… sie haben mich nicht so geliebt und gefördert, wie ich das eigentlich gebraucht hätte, etc.)

Papa und Mama sind dann RAUS aus dem Spiel, dass sie uns mit bestimmten Dingen geprägt haben. Mit der Erkenntnis, dass sie ihr Bestes gegeben haben, auch wenn wir es uns anders gewünscht hätten, kann die innere Heilung beginnen. Hier beginnt das Herz über die Geschichte zu schauen, nicht mehr das Ego.

Fazit: mein gelebtes Leben hatte bis jetzt seinen Sinn erfüllt. Natürlich gibt es immer wieder Situationen, mit denen ich mich ehrlich auseinander setzen muss und da passieren auch noch kleine Fehler, die ich dann wieder ins Gleichgewicht bringen darf.

Kein Wunder, dass ich so viel erleben musste, um mitsprechen und fühlen zu können- um für anderen Menschen Empathie entwickeln zu können. Jetzt kann ich den tieferen Sinn hinter all dem verstehen. DANKE.

Ich habe definitiv eine geschicktes Händchen im Umgang mit Menschen, weil ich sie wertschätzend und mit Herz behandele. Ja, ich werde mit und für sie arbeiten. Bleibt die Frage, mit welcher Altersgruppe…

Ich bin bereit, diese Lebensaufgabe zu erfüllen, wie auch immer sie aussehen wird. Es bleibt spannend, wo mich der Weg hinführen wird.

Auf der Suche nach dem Glück, Folge 5

Wenn ich in die Augen meiner Katze schauen darf, empfinde ich ein großes Glücksgefühl. Sie hat mir damals so sehr geholfen, wieder zum innewohnenden Glück zurück zu finden. Manchmal denke ich, dass sie eher eine Seelenverwandte von mir ist, als ein Haustier.

Damals, als ich ein gefühltes „Burn Out“ in mir trug- ein Gefühl von Ohnmacht und Hilflosigkeit, brachte mich ein Impuls dazu, mir eine neue kleine Katze ins Haus zu holen. Ich fühlte instinktiv, dass ich etwas Lebendiges und Quirliges brauchte, um aus meiner eigenen Lethargie ausbrechen zu können.

Ich danke meinem Schöpfer, dass dieses Vorhaben auch gelang. Sie (Serafina) und Ghandi, der ältere Kater, der vor ihr eine Lebensgemeinschaft mit mir gebildet hatte, sind ein fester Bestandteil meines Lebens geworden und jeden Tag empfinde ich ein Glücksgefühl, wenn ich Serafinas Fell streicheln kann und sie sich sanft unter meiner Bettdecke an meinen Bauch schmiegt. Ihre außergewöhnlichen und putzigen Verhaltensweisen bringen nicht nur mich so oft zum Lachen, sondern auch meine Freundin, die eigentlich mehr auf Hunde steht.

Und dieses Lachen hat mich gerettet.

Heute Morgen wurde mir wieder einmal bewusst, dass das Glück schon immer in meiner inneren Welt wohnte. Es verhält sich wie mit der Sonne- sie ist immer da- doch manchmal verdeckt eine Wolke die Sicht auf sie, oder sie breitet ihre Sonnenstrahlen gerade auf der anderen Seite der Erde aus.

Gab es Augenblicke, wo ich wirklich sagen konnte, dass ich Glück gehabt hatte? Ein Schutzengel da war, der mir das Leben rettete? Ja, die gab es.

Es gab allerdings auch Momente, wo ich mir dessen gar nicht bewusst werden konnte, welches Glück ich doch hatte, dass Dinge oder Menschen aus meinem Leben gegangen sind, aber zuerst bei mir Traurigkeit bewirkten. Wenn ich mir vorstelle, dass ich z.B. immer noch mit meinem Ex Mann zusammen leben würde, bekomme ich eine vage Vorstellung davon, dass mir der Glücksbote einen großen Gefallen getan hat, diese Geschichte zu beenden.

Nicht, weil dieser Mensch doof ist, sondern weil ich nicht zu der Person geworden wäre, die ich heute bin. Die Wahrscheinlichkeit, dass ich materiellen Dingen den Vorzug gegeben hätte, wäre groß gewesen, wenn ich mein Leben mit ihm weiter geteilt hätte.

Als ER aus meinem Leben ging und mir ein kleines Geschenk dagelassen hatte, woran wir beide zusammen gearbeitet hatten- unsere Tochter- durfte eine große Wandlung in meinem Leben geschehen.

Zum ersten Mal fragte ich nach dem Sinn des Lebens und an welchem Ort ich das Glück finden würde. Die Suche wurde von einem Zeichen, das ich an diesem Nachmittag erhalten sollte, begleitet.

Ich war mit meinem Fahrrad unterwegs und fuhr den schönen Waldweg entlang und wollte mich in der Sonne auf einer Bank ausruhen. Ich beobachtete das Rascheln im Gras und sah dann einen Gecko. Als ob ich noch nie dieses Tier erblickt hätte, schaute ich es voller Neugierde an und empfand plötzlich einen tiefen Frieden in mir. Welche Wunder doch in jedem Moment stecken und wie sich das Leben wandeln kann, wenn man plötzlich etwas anderes sucht (und findet). Der Anblick des Geckos schien eine neue Zeit einzuläuten.

Ich suchte nach Antworten, die mir nach und nach geschenkt wurden. Mit Hilfe der Spiritualität sah ich Geschehnisse mit anderen Augen und verstand, dass ich nur den Zeichen folgen musste, um immer wieder bewusst neu schöpfen zu können. Die Esoterik gab mir Tools an die Hand, um das Leben von sich aus besser verstehen zu können und wandelte sich dann in gelebte Spiritualität aus.

Sie ermöglichte es mir, über den Tellerrand hinausschauen zu können, um nicht anderen Menschen irgendeine Schuld in die Schuhe schieben zu wollen, die angeblich für mein jetziges Leben verantwortlich waren. Ich lernte wieder, Verantwortung für mein eigenes Leben zu übernehmen und bekam dafür das Geschenk überreicht, was sich Glück nennt.

Ich konnte wieder wahres Glück empfinden und mit voller Lebensfreude neue Menschen in mein Leben ziehen. Ich könnte fast behaupten, dass es möglich ist, das Glück bewusst hervorzubringen- in dem ich mein Bewusstsein schule und bewusste Entscheidungen treffe, die zu meinem Besten sind, sprich auch meiner Intuition zu folgen.

Eine reine Absichtserklärung hilft mir immer wieder dabei, das Glück anzurufen und es zu mir zu holen, manchmal auch nur für einen kleinen Augenblick, der jedoch für längere Zeit meine Lebensqualität beeinflusst.

Was bin ich doch für ein Glückspilz, dass ich ein sonniges Gemüt und viel Humor bei meiner Reise zu der Erde geschenkt bekommen habe. Wenn ich einmal gefallen bin, konnte ich wieder aus eigener Kraft aufstehen, meine Krone zurecht rücken und weiter gehen.

Aus gemachten Erfahrungen zog ich einen wahren Schatz heraus, anstatt in der Trauer dauerhaft zu verharren. Ich erkannte, dass mir alles nur zum Besten geschehen war, auch wenn sich das im ersten Moment anders anfühlte. Die Integration beider Gefühle hatte es mir erst ermöglicht, meine inneren Flügel auszubreiten und in höhere Ebenen emporsteigen zu können.

Das Gute im vermeintlich Schlechten sehen zu können ist eine Gabe, die ich von Geburt aus her mitbekommen habe. Ich bin sehr dankbar dafür, dass ich das Glück hatte, das erkennen zu dürfen.

Gerade fühle ich mich wie Hans im Glück und wünsche auch dir, wenn du das gerade liest, dass du dem Glück bald in die Augen schauen darfst.

Falls du es noch nicht finden konntest, kann ich dir gerne den Ort verraten, wo du es antreffen kannst.

IN DIR